Mark Andres Kompositionen „...auf...“ sind drei eigenständige Orchesterwerke. Zusammen lassen sie sich als Zyklus oder Triptychon verstehen: als dreiteiliges Altarbild, das, korrespondierend, aber dreimal von Neuem, die Suche nach Resonanzen und nach Übergängen beschreibt. „...auf...1“ beginnt mit einem ausgehaltenen, wie aus dem Nichts entstehenden sphärischen Streicherklang. Später wird das Klangband mit kurzen Impulsen der anderen Instrumente durchsetzt: Die Harfen spielen mit Plektrum, Fingerspitzen der Cellisten und Kontrabassisten sorgen im selben Moment für kurzes Klopfen auf den resonierenden Instrumenten, Trompeten pfeifen, Hornisten schlagen mit ihren Handballen auf die Dämpfer. Zwei wesentliche Elemente des Stücks sind zum einen der kurze, impulsive Anstoß eines Klangs, zum anderen sein Klingen und Verklingen über eine lange Zeitspanne. In „...auf...2“ präsentieren zunächst zwei Klaviere einen akzent- und farbenreichen Dialog kurzer Ereignisse, bevor die Orchesterinstrumente hinzutreten. Harmonisch